Reihenbände
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16 "1968" - eine Wahrnehmungsrevolution?(2013) Gilcher-Holtey, IngridIst die 68er-Bewegung "kulturell erfolgreich" gewesen, aber "politisch gescheitert"? Die sechs Studien des Bandes loten die Strukturveränderungen und Grenzverschiebungen des Politischen in den 1960er und 1970er Jahren aus, um die Wirkungen der 68er-Bewegung zu erfassen. Sie wenden sich dem Theater als potentiellem Medium der Inszenierung des Politischen zu, dem Fernsehen als Vermittler und Akteur gesellschaftlicher Proteste, dem "Kursbuch" als Forum der Protestbewegung, ausgewählten Zeitungsredaktionen als Möglichkeitsräumen, der Geschichte einer 1968 geschaffenen Gegeninstitution sowie den andauernden Deutungskämpfen um die "wahre" Erinnerung an "68".1 30. Januar 1933–31. Dezember 1934(2014) Kölm, Lothar; Pietrow-Ennker, Bianka; Slutsch, Sergej; Tischler, CarolaBand 1 umfasst die Jahre 1933 und 1934; zum Abdruck kommen sowohl bisher unveröffentlichte Quellen aus einer Vielzahl von deutschen und russischen Archiven als auch veröffentlichte Schlüsseldokumente. Dabei werden nicht nur die diplomatischen, sondern auch die ökonomischen, militärischen, kulturellen und wissenschaftlichen Kontakte thematisiert. In einer bisher nicht vorliegenden Zusammenführung werden die zu einem großen Teil bislang schwer zugänglichen Quellen für die Forschung aufbereitet.112 Abschied vom Kalten Krieg?(2016) Hansen, JanDie Kontroverse um den NATO-Doppelbeschluss und die Nachrüstung erschütterte die westdeutsche Gesellschaft in den 1980er Jahren. Besonders schwer traf sie die Sozialdemokraten, die gespalten waren zwischen der Politik ihres Kanzlers Helmut Schmidt und der Friedensbewegung. Jan Hansen untersucht diesen Nachrüstungsstreit auf breiter Quellenbasis. Er zeigt, dass Teile der SPD den Kalten Krieg für anachronistisch hielten, lange bevor er tatsächlich an sein Ende kam. Auf den Prüfstand gelangte dabei nicht nur der ideologische Gegensatz zwischen den Supermächten, sondern auch der sozialdemokratische Politikbegriff. Der Konflikt veränderte die SPD und führte dazu, dass sich die Partei stärker als zuvor gesamtgesellschaftlichen Transformationen anpasste.23 Akademischer Lehrer und emigrierte Schüler(2006) Meinecke, FriedrichFriedrich Meinecke, der führende Repräsentant der deutschen Geschichtswissenschaft in der Weimarer Republik und nach 1945, war ein angesehener akademischer Lehrer. Als etliche seiner Schüler ab 1933 aufgrund ihrer jüdischen Abstammung oder politischen Haltung zur Emigration gezwungen wurden, hielten viele dennoch brieflichen Kontakt mit ihrem Lehrer bzw. knüpften nach Kriegsende an die alten Verbindungen an. Die jahrelange Korrespondenz z. B. mit Hans Rothfels, Dietrich Gerhard, Hajo Holborn, Felix Gilbert, Hans Rosenberg dokumentiert die persönlichen Beziehungen zwischen Meinecke und seinen Schülern und ist eine Fundgrube für Fragen der Emigration und Remigration, deutsch-jüdischer und deutsch-amerikanischer Identität sowie der Geschichte der Geschichtswissenschaft zwischen Demokratie und Diktatur. In seiner ausführlichen Einleitung stellt G. A. Ritter Meinecke und seine emigrierten Schüler vor und akzentuiert die Beziehungen zwischen deutscher und amerikanischer Geschichtswissenschaft. Pressestimmen: "historiographiegeschichtliche Quellensammlung erster Güte":Winfried Schulze in H-Soz-u-Kult: "Der inhalts- und facettenreiche Band wird in Zukunft nicht allein für die historiografiegeschichtliche Forschung ein unverzichtbares Hilfsmittel sein. Zugleich dürfte er, so ist jedenfalls zu hoffen, für die weitere Auseinandersetzung mit emigrierten deutschen Historikerinnen und Historikern einen wichtigen Impuls geben.":Winfrid Halder in H-Soz-u-Kult1949 / 1950 Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1949/50(1997) Blasius, Rainer; Schwarz, Hans-Peter; Haftendorn, Helga; Hildebrand, Klaus; Link, Werner; Möller, Horst; Morsey, Rudolf; Kosthorst, Daniel; Feldkamp, Michael F.Am 21. September 1949 stattete Bundeskanzler Adenauer den Alliierten Hohen Kommissaren auf dem Petersberg bei Bonn seinen Antrittsbesuch ab. Am selben Tag trat das von den westlichen Siegermächten des Zweiten Weltkriegs erlassene Besatzungsstatut für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Damit begann ein neues Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1949/59 belegen die Vielfalt der außenpolitischen Ziele, denen sich die Bundesregierung nach Inkrafttreten des Besatzungsstatuts widmete. Sie geben Aufschluß sowohl über die besonderen Modalitäten deutscher Außenpolitik unter dem Besatzungsstatut als auch über die organisatorische Vorgeschichte des Auswärtigen Amts. In Ergänzung der bereits im Jahr 1989 publizierten Gesprächsaufzeichnungen "Adenauer und die Hohen Kommissare 1949-1951" entsteht damit ein umfassendes Bild des außenpolitischen Auftakts der Regierung Adenauer. Die 175 ausführlich kommentierten und durch umfangreiche Register erschlossenen Dokumente belegen eindrucksvoll, daß die Bereitschaft zur gleichberechtigten Mitwirkung an den Verteidigungsanstrengungen des Westens genuin waren und erst später mit dem Verlangen nach erweiterter Handlungsfreiheit für die Bundesrepublik verknüpft wurde.1951 Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1951(1999) Blasius, Rainer; Schwarz, Hans-Peter; Haftendorn, Helga; Hildebrand, Klaus; Link, Werner; Möller, Horst; Morsey, Rudolf; Jaroch, MatthiasAm 15. März 1951 wurde die "Dienstsstelle für Auswärtige Angelegenheiten im Bundeskanzleramt" in das als eigenständiges Bundesministerium wiedererrichtete Auswärtige Amt überführt. Bundeskanzler Adenauer übernahm nun auch den Posten des Außenministers. Zu den Aufgaben, denen er und die Beamten der neuen Behörde sich gegenübergestellt sahen, gehörten u.a. die Verhandlungen über einen Verteidigungsbeitrag der Bundesrepublik, der Abschluss des Vertrags über die Gründung einer Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, die Gespräche über die Ablösung des Besatzungsstatuts, die Beratungen über die Auslandsschulden sowie die Sondierungen über Wiedergutmachungsleistungen an Israel. Die 216 Dokumente der „Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1951“ spiegeln die vielfältigen außenpolitischen Aktivitäten der Regierung Adenauer in ihrem dritten Amtsjahr wider.1961 Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1961(2018) Pautsch, Ilse Dorothee; Wirsching, Andreas; Miard-Delacroix, Hélène; Schöllgen, Gregor; Lindemann, Mechthild; Franzen, Christoph Johannes1961 stand im Zeichen der Berlin-Krise, die mit dem Bau der Mauer ihren Höhepunkt fand. Zahlreiche der 566 Dokumente zeigen das Ringen der Bundesregierung mit den Alliierten um Maßnahmen gegen befürchtete weitere Sperrungen auf den Zugängen nach Berlin und um die eigene Rolle in der NATO. Im Fokus der Europapolitik standen Pläne für eine politische Union und einen britischen EWG-Beitritt. Der Eichmann-Prozess in Jerusalem verdeutlichte, wie sehr die Bonner Außenpolitik noch im Schatten der NS-Zeit stand. Die Konkurrenz mit der DDR in den jungen Staaten Afrikas beschleunigte den Ausbau der Entwicklungspolitik; die Zuständigkeit dafür fiel indes in zähen Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl vom 17. September an ein neues Ressort.1962 Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1962(2010) Pautsch, Ilse Dorothee; Möller, Horst; Hildebrand, Klaus; Schöllgen, Gregor; Lindemann, Mechthild; Mayer, MichaelFür die Bundesrepublik war 1962 ein schwieriges Jahr, das in der Kuba-Krise und der "Spiegel-Affäre" gipfelte. Die Verhandlungen über eine europäische politische Union scheiterten, der Beitritt Großbritanniens zur EWG blieb ungeklärt. Während gegenseitige Staatsbesuche die deutsch-französische Aussöhnung besiegelten, war das Verhältnis zu den USA belastet: Amerikanische Vorschläge gegenüber der UdSSR zur Lösung der Berlin-Frage erweckten Misstrauen in Bonn. Unterschiedliche Überlegungen zur Ausstattung der NATO mit Atomwaffen und zu deren Einsatz sorgten für weitere Reibungspunkte. Seite an Seite fanden sich die Bündnispartner jedoch angesichts der Bedrohung in Kuba: Sie wurde zum Testfall für die Entschlossenheit, dem sowjetischen Expansionsdrang Widerstand entgegenzusetzen.1966 Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1966(1997) Blasius, Rainer; Schwarz, Hans-Peter; Haftendorn, Helga; Hildebrand, Klaus; Link, Werner; Möller, Horst; Morsey, Rudolf; Peter, Matthias; Rosenbach, HaraldAls Bundeskanzler Erhard am 27. September 1966 die Rückreise aus den USA antrat, ahnte er nicht, daß seine Regierungskoalition nur noch wenige Wochen Bestand haben würde. Der in der Öffentlichkeit seit Monaten vorherrschende Eindruck mangelhafter und zu nachgiebiger Verhandlungsführung über den Ausgleich der Devisenkosten für die amerikanischen Truppen in der Bundesrepublik schien sich durch die Gespräche mit Präsident Johnson zu bestätigen. Das Scheitern des Washingtoner Gipfels beschleunigte dann in dem aufgrund massiver Haushaltsschwierigkeiten gereizten innenpolitischen Klima den Sturz des Bundeskanzlers am 30. November 1966 und bildete den spektakulären Höhepunkt eines an außenpolitischen Problemen überreichen Jahres. Zu Jahresbeginn gelang es zwar noch, im Verhältnis zu Frankreich die seit dem Sommer 1966 schwelende Krise in der EWG beizulegen; aber bereits die Ankündigung Staatspräsident de Gaulles am 21. Februar 1966, die französischen Streitkräfte aus der militärischen Integration der NATO herauszunehmen, bot neuen Zündstoff. Zudem belastete die Diskussion um die Stärke der in Europa stationierten Truppen, die durch die wachsenden Zahlungsbilanzdefizite der USA und Großbritanniens sowie durch das amerikanische Engagement im Vietnam-Krieg ausgelöst wurde, das Verhältnis der Bundesrepublik zu den westlichen Verbündeten. Erst unter der Regierung Kiesinger/Brandt zeichnete sich in den Verhandlungen über Truppenstationierung, Devisenausgleich und Verteidigungsplan eine Regelung ab, die in auffallendem Gegensatz zur Schärfe und Unnachgiebigkeit der kurz zuvor geführten Auseinandersetzung stand. Nicht zuletzt die in den beiden Bänden dokumentierten Anfänge einer neuen Ostpolitik tragen dazu bei, daß das im Schatten der "Großen Koalition" und des Übergangs zur sozial-liberalen Ära stehende letzte Regierungsjahr Erhards deutlichere Konturen gewinnt.1968 Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1968(1999) Blasius, Rainer; Schwarz, Hans-Peter; Haftendorn, Helga; Hildebrand, Klaus; Link, Werner; Möller, Horst; Morsey, Rudolf; Lindemann, Mechthild; Peter, MatthiasDas Jahr begann vielversprechend für die »Große Koalition«. Am 31. Januar 1968 nahmen die Bundesrepublik Deutschland und Jugoslawien diplomatische Beziehungen auf. Die damit verbundenen Hoffnungen schienen sich weiter zu bestätigen, als in der Tschechoslowakei Reformkräfte die Regierungsgeschäfte übernahmen (»Prager Frühling«). Mit besonderer Spannung verfolgte die deutsche Öffentlichkeit auch, ob die unterschiedlichen außenpolitischen Vorstellungen - gerade vor dem Hintergrund der Studentenunruhen und der Außerparlamentarischen Opposition im Innern - die Stabilität der Koalition beeinträchtigen würden. Eine Bilanz läßt sich nun anhand des Jahresbandes 1968 der »Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland« ziehen, der eine Auswahl von 428 Dokumenten zur Außenpolitik der Regierung Kiesinger/Brandt präsentiert.1969 Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1969(2000) Blasius, Rainer; Schwarz, Hans-Peter; Haftendorn, Helga; Hildebrand, Klaus; Link, Werner; Möller, Horst; Morsey, Rudolf; Eibl, Franz; Zimmermann, HubertDie Wahl Willy Brandts zum Bundeskanzler am 21. Oktober 1969 war eine Zäsur in der Geschichte der Bundesrepublik. Die sozialliberale Koalition setzte neue Zeichen, vor allem in der Deutschland- und Ostpolitik. Aufschluß über den außenpolitischen Auftakt der Regierung Brandt/Scheel und den Ausklang der Regierung Kiesinger/Brandt gibt nun der Jahresband 1969 der "Akten zur Auswärten Politik der Bundesrepublik Deutschland", der mit Ablauf der dreißigjährigen Aktensperrfrist eine Auswahl von 415 Dokumenten präsentiert.1972 Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1972(2003) Pautsch, Ilse Dorothee; Schwarz, Hans-Peter; Haftendorn, Helga; Hildebrand, Klaus; Link, Werner; Möller, Horst; Morsey, Rudolf; Lindemann, Mechthild; Taschler, Daniela; Hilfrich, FabianDas Jahr 1972 stand im Zeichen der Debatte um die Ratifizierung des Moskauer und Warschauer Vertrags von 1970, die Voraussetzung für das Inkrafttreten des Vier-Mächte-Abkommens über Berlin vom 3. September 1971 war. Nach dem Abschluß des Verkehrsvertrags mit der DDR im Mai trat die Regierung Brandt/Scheel in zähe Verhandlungen mit Ost-Berlin über einen Grundlagenvertrag ein, der am 21. Dezember unterzeichnet wurde. Weitere Schwerpunkte der 424 Dokumente der AAPD 1972 bilden die Erweiterung der EG, Abrüstungsfragen und die Vorbereitung der KSZE, die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur VR China sowie das Attentat auf die israelische Olympiamannschaft mit seinen Auswirkungen auf die Beziehungen zu Israel und den arabischen Staaten.1973 Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1973(2004) Pautsch, Ilse Dorothee; Schwarz, Hans-Peter; Haftendorn, Helga; Hildebrand, Klaus; Link, Werner; Möller, Horst; Morsey, Rudolf; Peter, Matthias; Kieninger, Michael; Ploetz, Michael; Lindemann, Mechthild; Hilfrich, Fabian1973 konnten die Bemühungen Bonns um eine Regelung der Beziehungen zu den östlichen Nachbarn durch Verträge mit der CSSR, Bulgarien und Ungarn erfolgreich abgeschlossen werden. Gleichzeitig begann für die Bundesrepublik durch den Beitritt zur UNO und die Teilnahme an der KSZE eine neue Phase der Multilateralisierung ihrer Außenpolitik. Weitere thematische Schwerpunkte der 426 erstmals veröffentlichten Dokumente sind die MBFR-Verhandlungen in Wien, der Besuch von Leonid Breschnew in Bonn und der Vorschlag Henry Kissingers, im Rahmen eines "Year of Europe" die westliche Wertegemeinschaft in einer transatlantischen Erklärung zu bekräftigen. Der Jom-Kippur-Krieg im Oktober und die sich anschließende Ölkrise zeigten die Grenzen der Entspannung auf und stellten die europäischen Staaten vor neue Herausforderungen.1974 Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1974(2005) Pautsch, Ilse Dorothee; Schwarz, Hans-Peter; Haftendorn, Helga; Hildebrand, Klaus; Link, Werner; Möller, Horst; Morsey, Rudolf; Taschler, Daniela; Hilfrich, Fabian; Ploetz, MichaelDas Jahr 1974 brachte einen doppelten Führungswechsel in Bonn: Bundeskanzler Brandt mußte wegen der Agentenaffäre Guillaume zurücktreten und Außenminister Scheel übernahm das Amt des Bundespräsidenten. Fortan bestimmten Helmut Schmidt und Hans-Dietrich Genscher den außenpolitischen Kurs. Neben fortdauernden Spannungen in den transatlantischen Beziehungen, den Nachwirkungen der Energiekrise und der stagnierenden Europapolitik prägten weiterhin ungeklärte Probleme in den Beziehungen zur UdSSR, zu Polen und zur DDR die Außenpolitik der Bundesregierung. Weitere Schwerpunkte bildeten die KSZE und die MBFR-Verhandlungen.1979 Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1979(2010) Pautsch, Ilse Dorothee; Möller, Horst; Hildebrand, Klaus; Schöllgen, Gregor; Ploetz, Michael; Szatkowski, TimDas Jahr 1979 stand im Zeichen krisenhafter Entwicklungen: Im Februar übte China militärische Vergeltung für die Besetzung Kambodschas durch Vietnam. Die Revolution im Iran zwang den Schah ins Exil und ermöglichte die Rückkehr von Ayatollah Khomeini. Die Geiselnahme in der US-Botschaft in Teheran zeigte die Grenzen diplomatischer Bemühungen auf. Über die Umsetzung des Friedens von Camp David entbrannte im Nahen Osten eine heftige Kontroverse. Der sowjetische Einmarsch in Afghanistan am Jahresende belastete das Ost-West-Verhältnis. Auf dem Gebiet der Rüstungskontrolle wurde die Unterzeichnung des SALT-II-Vertrags begleitet von der weiteren Stationierung auf Westeuropa gerichteter sowjetischer Mittelstreckenraketen. Zusammen mit den USA warb Bonn für eine Strategie von Verhandlungen und Nachrüstung, die im NATO-Doppelbeschluss vom 12. Dezember ihren Ausdruck fand.1985 Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1985(2016) Pautsch, Ilse Dorothee; Möller, Horst; Miard-Delacroix, Hélène; Schöllgen, Gregor; Wirsching, Andreas; Ploetz, Michael; Lindemann, Mechthild; Franzen, Christoph Johannes1985 war ein Jahr der Vergangenheitspolitik: Der 40. Jahrestag des Kriegsendes war für die deutsche Außenpolitik von zentraler Bedeutung. Während die Rede von Bundespräsident von Weizsäcker am 8. Mai auf großen Respekt traf, sorgte die Gefallenenehrung durch Bundeskanzler Kohl und Präsident Reagan auf einem Soldatenfriedhof bei Bitburg nicht zuletzt in den USA für Empörung. Gleichzeitig beschuldigte die UdSSR die Bundesregierung des Revanchismus. Mit dem Regierungsantritt Gorbatschows am 11. März erlebte die sowjetische Politik eine Dynamisierung, die in einem Ost-West-Gipfel im November ihren Ausdruck fand. Zahlreiche der 356 hier erstmals veröffentlichten Dokumente belegen, welche Bedeutung diesem ersten Gipfeltreffen seit Juni 1979 auch für die deutsche Außenpolitik beigemessen wurde. Gorbatschow und Reagan erörterten in Genf Themen weltpolitischer Bedeutung, neben SDI vor allem Fragen der Rüstungskontrolle. Bei der Zusammenarbeit in Europa waren Fortschritte zu verzeichnen, so durch eine verstärkte deutsch-französische Kooperation in der Sicherheitspolitik sowie auf dem Gebiet von Forschung und Technologie mit der Gründung von EUREKA.1986 Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1986(2017) Pautsch, Ilse Dorothee; Wirsching, Andreas; Miard-Delacroix, Hélène; Schöllgen, Gregor; Peter, Matthias; Taschler, DanielaDas Ost-West-Verhältnis im Jahr 1986 war geprägt von einer nie gekannten Dynamik. Mit einer Reihe öffentlichkeitswirksamer Vorschläge zur Rüstungskontrolle forderte KPdSU-Generalsekretär Gorbatschow die NATO heraus. Der Gipfel der Supermächte in Reykjavik eröffnete, obwohl ergebnislos, die Perspektive einer Welt ohne Atomwaffen. Zusammen mit der Fortsetzung des KSZE-Prozesses nährte diese Entwicklung die Hoffnung auf eine neue europäische Friedensordnung. Auch das Verhältnis zur UdSSR schien nach dem Besuch Außenminister Genschers in Moskau neuen Schwung zu erhalten, der jedoch durch einen Vergleich zwischen Gorbatschow und NS-Propagandaminister Goebbels in einem Newsweek-Interview von Bundeskanzler Kohl abrupt abgebremst wurde. Eine wachsende Herausforderung stellte der internationale Terrorismus dar, wie der Anschlag auf die Berliner Diskothek "La Belle" und die Ermordung des Politischen Direktors Gerold von Braunmühl deutlich machten. Der Unfall im Kernkraftwerk Tschernobyl rückte Sicherheitsfragen der Kernenergie in den Fokus. Ein Dauerthema blieb das schwierige Erbe des Nationalsozialismus, wie u.a. der "Historikerstreit" belegte.1987 Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1987(2018) Pautsch, Ilse Dorothee; Wirsching, Andreas; Miard-Delacroix, Hélène; Schöllgen, Gregor; Szatkowski, Tim; Geiger, Tim; Hofmann, Jens JostDer 8. Dezember 1987 stellte einen Meilenstein der Abrüstung dar: Mit dem INF-Vertrag wurde erstmals eine Waffenkategorie abgeschafft – jene nuklearen Mittelstreckenraketen, um die im Zuge des NATO-Doppelbeschlusses heftig gestritten worden war. Dieser Durchbruch im Ost-West-Verhältnis betraf den "Frontstaat" Bundesrepublik in besonderer Weise, wie zahlreiche der hier erstmals veröffentlichten 381 Dokumente belegen. Zu ost- und deutschlandpolitischen Zäsuren wurden die Besuche von Bundespräsident von Weizsäcker in Moskau und von SED-Generalsekretär Honecker in Bonn. Weitere Themen des Jahres waren der "Kreml-Flieger" Mathias Rust, der Barbie-Prozess in Lyon, das Vorgehen gegenüber der "Colonia Dignidad" in Chile sowie Entführungsfälle im Libanon.1988 Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1988(2019) Pautsch, Ilse Dorothee; Wirsching, Andreas; Miard-Delacroix, Hélène; Schöllgen, Gregor; Ploetz, Michael; Peter, Matthias; Hofmann, Jens Jost1988 war ein Jahr dynamischen Wandels. In ihrer Politik gegenüber der DDR sah sich die Bundesregierung mit der wachsenden Instabilität des SED-Regimes konfrontiert. Gleichzeitig bewegten sich die übrigen Ostblock-Staaten, allen voran die UdSSR, politisch und wirtschaftlich auf den Westen zu. Auch die internationale Schuldenkrise, der sowjetische Rückzug aus Afghanistan sowie die Beziehungen zu Syrien und Iran forderten die Bonner Diplomatie.110 Alfred Flechtheim(2015) Bambi, Andrea; Drecoll, AxelAlfred Flechtheim (1878-1937) war einer der bedeutendsten Kunsthändler seiner Zeit. Werke von Paul Klee oder Pablo Picasso hingen in seinen Galerien. 1933 musste er als verfolgter Jude aus Deutschland fliehen. Was mit seinen Bildern geschah, ist bis heute in vielen Fällen ungeklärt und umstritten. Der Sammelband widmet sich dem Galeristen und seinen Bildern. Internationale Expertinnen und Experten aus Provenienzforschung und Zeitgeschichte erörtern exemplarisch in interdisziplinärer Perspektive aktuelle Fragen nach der Restitution von Raubkunst.