4. Externe Publikationen von IfZ-Mitarbeiter*innen

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  • Publikation
    "1968" kak god konservatorov, ili razdelenie mnenij
    (2016) Steber, Martina
    Как правило, 1968 год ассоциируется с левыми политическими течениями. И все же для развития германского консерватизма те годы, когда студенческое движение атаковало основы Боннской республики, также имели ключевое значение. В конце концов, консерваторам удалось прояснить место консерватизма в рамках либеральной демократии, которая утвердилась в Западной Германии со времени падения нацистского режима. Пока одна группа политиков и интеллектуалов считала консерватизм решительно демократической силой, укорененной в европейской традиции либерального консерватизма, другая группа возвращалась к авторитарной, недемократической мысли Веймарских «новых правых» и дистанцировалась от демократии. Обе группы соревновались за право называться настоящими консерваторами. Следующие годы сопровождались яростными дебатами о значении консерватизма и поиском точного определения, результатом же стало утверждение либерального консерватизма с одной стороны и «новых правых» - с другой. В результате данной расстановки, однако, либеральным консерваторам не удалось полностью оккупировать концепцию консерватизма, которая освободилась бы от своих нелиберальных, националистических и авторитарных смыслов, так что за консерватизм в Германии продолжается соревнование по сей день.
  • Publikation
    Afghan refugees, humanitarian interventionism and the global cold war in the 1980s
    (2025) Bresselau von Bressensdorf, Agnes
    In the aftermath of the Soviet invasion in Afghanistan 1979, more than 3 million people fled to Pakistan, another 2.3 million Afghans fled into the Islamic Republic of Iran. Through the end of the 1980s and beyond, the Middle East had become an area with one of the largest refugee populations worldwide. With a focus on Afghan refugees and based on archival research, the paper investigates the structures, actors and practices of the global refugee regime since the 1980s against the backdrop of Cold War History. First, the broad international context as well as the politicisation, ‘Islamisation’ and militarisation of Afghan refugee society will be outlined. Second, actors and practices of humanitarian aid in the Afghan-Pakistani borderlands will be analysed. The main focus here will be on the work of the UNHCR and European NGOs, especially West German organisations, their links with Afghan diaspora networks as well as their cooperation with French and Swedish partners. Their strategies for transnational networking, cooperation and competition will be examined, along with their attitude towards attempts to exercise political and ideological influence. Third, the paper will look at how individual actors and personal and institutional networks have sought to channel the lessons learned from their work in the refugee camps into the global discourse surrounding the root causes of refugee movements, prevention strategies and internationally binding rules governing the deployment of aid organisations in war zones. My paper concludes with the proposition that the history of humanitarian interventionism, was moved on significantly, both politically and legally, as a result of this.
  • Publikation
    Antifaschismus und Kalter Krieg
    (2024) Becker, Maximilian
    Ehemalige Verfolgte des Nationalsozialismus spielten in der Nachkriegszeit eine wichtige politische, soziale und kulturelle Rolle. Es waren vor allem sie – in erster Linie ehemalige politische Häftlinge sowie Angehörige des Widerstands – und ihre zahlreichen Organisationen, die für die Erinnerung an Widerstand und Konzentrationslager, für eine Aufklärung der Öffentlichkeit und besonders der nachwachsenden Generationen, für eine Bestrafung der Täter und für die Rechte der Verfolgten eintraten. Überlebende waren zudem auf beiden Seiten in den Kampagnen des Kalten Krieges engagiert und setzten sich früh mit dem Rechtsextremismus auseinander. Dabei waren sie grenzüberschreitend aktiv und zählten zu den Akteuren mit Verbindungen über den »Eisernen Vorhang«.Maximilian Becker untersucht am Beispiel der kommunistisch dominierten Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR), des bedeutendsten internationalen Verfolgtenverbands mit Mitgliedern aus Ost und West sowie Israel, diese transnationalen Verbindungen und Aktivitäten. Der Einsatz für »Frieden« war dabei zentral und machte die FIR zur Propagandaagentur im Dienste des Ostblocks und zur Vertreterin politischer Interessen Überlebender.
  • Publikation
    Claims to universal norms and the forging of transnational networks
    (2025) Zöhrer, Michaela; Methfessel, Christian; Stahl, Daniel
    The article analyzes the ways in which claims to universal norms promote, or complicate, collaboration in the context of transnational activism. It emphasizes the potential of a constructivist understanding of universality, i.e. not as something intrinsic to certain norms, but rather as an empirically powerful assumption and a strategic tool. The argumentation is based on two case studies. The first looks at how networks of transnational solidarity were formed and conflicts between activist groups emerged in response to conflict-related sexual violence committed during the Bosnian War. The second example looks at responses to the crimes committed by ISIS in Iraq in 2014 and beyond, demonstrating how shifts within the field of transitional justice, and in particular the emergence of norms centered on the concerns and participation of survivors, have shaped the building of networks around the right to reparation.
  • Publikation
    Die Besuchstagebücher Michael Kardinal von Faulhabers
    (2024) Kiendl, Julius; Gahn, Phillip
    Der Münchner Erzbischof Michael Kardinal von Faulhaber (1869–1952) war in Deutschland der bedeutendste Bischof seiner Zeit – und zugleich ein geradezu notorischer Schreiber.
  • Publikation
    Die Deutsche Bundesbank in der Globalsteuerung
    (2024) Marx, Christian
    Keynesian-inspired macro regulation gained importance in West German econo-mic policy from the mid-1960s and was enshrined in law through the Stability and Growth Actin 1967. In the context of the legislative process, the question arose as to what extent the Deut-sche Bundesbank should be given new central bank instruments in order to achieve the goalof price stability. In the end, their implementation was rejected as the government demandedparticipation rights that contradicted the principle of central bank independence. Based ondocuments from the Historical Archive of the Deutsche Bundesbank and the Federal Archives,the article examines the arguments in favor of the new instruments and the reasons that pre-vented their implementation
  • Publikation
    Die Hüter der Begriffe
    (2017) Steber, Martina
    Was meint konservativ? Diese Frage trieb Intellektuelle, Politiker und Parteien nach 1945 in Großbritannien wie der Bundesrepublik Deutschland um. Während der Begriff in Großbritannien ein akzeptierter Bestandteil des politischen Vokabulars war, gehörte er in der Bundesrepublik zu den schwierigen Begriffen der jungen Demokratie, beladen mit antidemokratischem Ballast. Von den Debatten um das Konservative besonders betroffen waren jene Parteien, die sich (auch) als konservativ etikettierten: die Conservative Party und die CDU/CSU. Als in den 1960er und 1970er Jahren die Konservativen ihre sprachliche Deutungshoheit an die Linke verloren glaubten, wurden die politischen Sprachen des Konservativen neu formuliert. In Großbritannien konzentrierte sich die Debatte auf die Conservative Party und führte zu erbitterten Flügelkämpfen, aus denen die Thatcherites als Gewinner hervorgingen. In der Bundesrepublik dagegen kristallisierten sich in einem verzweigten intellektuellen Diskurs eine liberale und eine neurechte Variante des Begriffs heraus. Für die Unionsparteien wurde dies zu einer fulminanten Herausforderung. Zugleich wurde der Bedeutungskampf um das Konservative auf europäischer Ebene ausgetragen. Diese nationalen wie transnationalen Auseinandersetzungen um die Begriffe hatten weitreichende politische Folgen – bis heute.
  • Publikation
    Die Kulturpolitik der sowjetischen Besatzungsmacht in der SBZ/DDR 1945 – 1953
    (2007) Becker, Maximilian
    Die Sowjets und die Kultur war kein Widerspruch – dies zu demonstrieren war der Zweck der Feierlichkeiten zu Goethes 200. Geburtstag in der Sowjetunion und der anderen Maßnahmen, die die Sowjets und die deutschen Kommunisten zur Vermittlung eines positiven Bildes der Sowjetunion getroffen hatten. Doch die Besatzungsmacht nutzte die Kultur für ihre Ziele – Kultur war kein Selbstzweck. Die Instrumentalisierung der deutschen Klassiker und der sowjetischen Autoren für die politischen Ziele der Sowjetunion ist hierfür sinnfälliger Ausdruck. In der Propaganda der Besatzungsmacht gab es verschiedene Schwerpunkte, für die auch die Literatur instrumentalisiert wurde. Diese Schwerpunkte unterlagen einem zeitlichen Wandel. Als Zäsur wirkte der Zeitraum zwischen Anfang 1947 und Ende 1948, in den der Beginn des Kalten Krieges und die Verkündung des Zweijahrsplans und damit der Übergang zur Planwirtschaft fiel. In diesen beiden Jahren wurde außerdem mit der Abkehr von der These des besonderen deutschen Wegs zum Sozialismus die Illusion begraben, daß von KPD / SED und der hinter der Partei stehenden sowjetischen Besatzungsmacht in der SBZ ein demokratischer Übergang zum Sozialismus angestrebt werde. Danach gab es zum sowjetischen Modell faktisch und tatsächlich keine Alternative mehr. Keine Zäsurwirkung – jedenfalls bei der Instrumentalisierung der Literatur – hatte dagegen der Beginn der antiformalistischen Kampagne 1951 und der Beschluß über den Aufbau des Sozialismus 1952: Beide Entwicklungen setzten wesentlich früher ein.
  • Publikation
    Die Quellenedition der Reden Adolf Hitlers 1933–1945
    (2021) Becker, Maximilian
    Die Reden Adolf Hitlers von 1933 bis 1945 sind eine zentrale Quelle für das Verständnis der NS-Diktatur. Ziel des Projekts ist, die Reden vollständig zu erfassen, die erhaltenen Texte und Tonaufnahmen wissenschaftlich zu kommentieren, umfassend zu kontextualisieren sowie Forschung, Lehre und einer interessierten Öffentlichkeit verfügbar zu machen. Eine Print- und Online-Edition im Open Access sowie eine zugangsbeschränkte Höredition werden den Kommentar und die Reden – soweit möglich – in ihrem vollständigen, mündlich vorgetragenen Wortlaut zugänglich machen. Damit geht die Edition weit über bislang verfügbare Sammlungen von Hitler-Reden hinaus; mit der ausschließlich Originaltöne enthaltenden Höredition betritt sie technisch und medial Neuland.
  • Publikation
    Die sogenannten Beneš-Dekrete im öffentlichen Diskurs in Deutschland und Österreich und ihre Auswirkung auf die deutsch-tschechischen und österreichisch-tschechischen Beziehungen nach dem Fall des Eisernen Vorhangs
    (2022) Küpper, René
    The demand for the repeal of the so-called Beneš decrees, raised by associations of expellees and parties closely related to them (the CSU and FPÖ respectively), primarily meant restitution or compensation for expropriated property of German expellees from Czechoslovakia. This question was deliberately excluded from German-Czechoslovak/Czech post‐war treaties. In 2002, the CSU tried to make the repeal of the decrees a precondition for EU membership, because they allegedly were incompatible with EU law and values. After the Czech Republic’s EU accession, the topic has largely disappeared from the German public discourse. No future German federal government will raise or support claims for compensation against the Czech Republic, while in Austria the demand for the repeal of the decrees is raised whenever the FPÖ forms part of the government.
  • Publikation
    Die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg
    (2022) Hürter, Johannes
    Die Wehrmacht der NS-Diktatur war die größte Armee, die jemals von einem deutschen Staat aufgestellt wurde. Diese gewaltige Mobilisierung von Streitkräften hatte von vornherein nur ein Ziel: den größenwahnsinnigen Krieg um Vorherrschaft und „Lebensraum“. Es war die Wehrmacht, die in ihren Feldzügen den deutschen Machtbereich über Europa ausdehnte und dem NS-Regime dadurch ermöglichte, seine imperialen Eroberungs- und Vernichtungspläne zumindest teilweise umzusetzen. Jeder Erfolg der Wehrmacht bedeutete den Beginn oder das Fortdauern der deutschen Besatzungsherrschaft, die vor allem in Osteuropa viele Millionen Menschen das Leben kostete. Die Wehrmacht als Institution lässt sich nicht von der Politik und Ideologie trennen, denen sie als militärisches Instrument diente. Ihrer professionellen Effizienz und ihrer Integration in die NS-Diktatur kam entscheidende Bedeutung zu. Zugleich war das Militär ein soziales Subsystem, das als Wehrpflichtigenarmee im Kriegseinsatz mit insgesamt 18,3 Millionen Soldaten vom 70-jährigen ostelbischen Junker bis zum 18-jährigen westfälischen Industriearbeiter die männliche Mehrheitsgesellschaft abbildete. „Die Wehrmacht“ meint also dreierlei: die Institution als Teil der nationalsozialistischen Gewaltorganisation, ihre Führung als Teil der systemrelevanten Eliten und die Masse der „einfachen“ Soldaten als Teil der NS-Gesellschaft. An diesen drei Aspekten kann verdeutlicht werden, wie sich die Wehrmacht in den Nationalsozialismus, seinen Krieg und seine Verbrechen einfügte.
  • Publikation
    German chemical firms in Latin America in the 1970s and 1980s
    (2025) Marx, Christian
    This article explores foreign multinationals and their analysis of the future economic relevance of Latin American countries amidst the economic and financial turbulences in the 1970s and 1980s. In particular, it investigates how German chemical companies adapted their investment and foreign market strategies towards the fast-changing Latin American markets. Utilising a variety of archival resources, the article presents two case studies (Bayer/Hoechst) from the German chemical industry, which is one of Germany’s most globalised sectors. The article shows the way in which they adapted to Latin America’s state-led industrialisation and macroeconomic uncertainty by strategically managing the emphasis between exports and FDI. Despite the unmet expectations of the 1950s and 1960s, these companies maintained their presence in Latin America but progressively shifted towards overseas production through their own subsidiaries.
  • Publikation
    Gespalten zwischen Stadt und Land?
    (2025) Schlimm, Anette
    In den letzten Jahren mehren sich die Anzeichen für einen neuen oder wiederbelebten Konflikt zwischen Stadt und Land, der sich insbesondere in einer Abkehr der Landbevölkerung von der Demokratie zu zeigen scheint. Um diese Gegenwartsdiagnose zeithistorisch zu beurteilen, lohnt es sich, neuere Forschungsansätze zur Ländlichkeit zu nutzen. So werden die Vielfalt ländlicher Räume, ihre permanente Produktion durch diskursive und materielle Praktiken sowie die zahlreichen Verschränkungen mit anderen ländlichen oder städtischen Räumen sichtbar. Dadurch lassen sich vielfältige Forschungsgegenstände für die Zeitgeschichte erschließen, die bislang stark urban geprägt war. Die Zeitgeschichte kann darüber hinaus mit historischer Komplexität zu gegenwartsbezogenen Forschungen beitragen und die These von der (räumlich) gespaltenen Gesellschaft kritisch hinterfragen.
  • Publikation
    Gustav von Kahr, Christian Frank und die Abgründe des Heimatschutzes
    (2019) Steber, Martina
    Am 30. Juni 1934 erschien ein Trupp Nationalsozialisten vor der Münchner Wohnung Gustav von Kahrs. Sie brachten den ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten, Generalstaatskommissar, Regierungspräsidenten von Oberbayern und Präsidenten des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs in ihre Gewalt, misshandelten ihn schwer und verschleppten ihn in das Konzentrationslager Dachau. Dort wurde er ermordet. Genauso erging es an diesem Abend der Führung der SA sowie anderen einst mächtigen Männern der Weimarer neuen Rechten. In der sogenannten ‚Röhm-Aktion‘ rechnete Adolf Hitler mit seinen innerparteilichen Konkurrenten sowie mit früheren Mitstreitern ab, die sich seinem Machtanspruch in den Weg gestellt hatten, brachte die "nationale Revolution" zu einem Ende und festigte das nationalsozialistische Regime. Gustav von Kahr gehörte zu den frühen Unterstützern der NS-Bewegung. Als Generalstaatskommissar in Bayern war er im Herbst 1923 in Pläne eines rechten Putsches gegen die Weimarer Republik involviert, hatte sich im Verlauf des von Hitler ohne Absprache angezettelten Putschversuches vom 9. November dann aber gegen diesen gestellt. Dafür bezahlte er 1934 mit seinem Leben. Christian Frank, Anstaltsseelsorger an der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren-Irsee, starb dagegen an den Folgen einer offenen Lungentuberkulose am 8. Juli 1942 ruhig in Kaufbeuren. Die Umstände des Todes stehen sinnbildlich für das jeweilige Leben, das die beiden Männer geführt haben: Gustav von Kahr an den Schalthebeln der Macht in Bayern, ein führender Kopf der neuen Rechten in den ersten Jahren der Weimarer Republik, verbissen bemüht um die Sicherung von Ruhe und Ordnung mittels militärischer bzw. paramilitärischer Gewalt. Christian Frank seit 1894 in Kaufbeuren, ganz der Heimatpflege verschrieben, als Herausgeber und Redakteur der Zeitschrift „Deutsche Gaue“, als Führer des „Vereins ‚Heimat‘“, als heimatkundlicher Lehrer und Forscher.
  • Publikation
    Land zwischen den Zeiten
    (2022) Bienert, Michael; Wentker, Hermann
    Die Geschichte Brandenburgs war nach 1945 von einschneidenden Umbrüchen geprägt, deren Auswirkungen bis heute spürbar sind. Der Befreiung von der NS-Herrschaft durch die Rote Armee folgte unter den Bedingungen der sowjetischen Besatzungsherrschaft ein umfassender Wandel der politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Verhältnisse. Dieser langwierige und überaus schwierige Prozess machte aus Brandenburg in den Jahren von 1945 bis 1952 ein „Land zwischen den Zeiten“. Der Band gibt einen umfassenden Überblick über die wechselvolle Entwicklung Brandenburgs zwischen 1945 und 1952, die keineswegs geradlinig in die SED-Diktatur führte. Sieben Beiträge beleuchten die politischen Rahmenbedingungen ebenso wie die Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie das weite Feld der staatlichen Repression. Der Band führt die bisherigen Forschungen zusammen und bietet darüber hinaus neue Perspektiven.
  • Publikation
    Multinationale Unternehmen in Westeuropa seit dem Ende des Booms
    (2015) Marx, Christian
    Als Jean-Jaques Servan-Schreiber 1968 vor der amerikanischen Herausforderung – Le Défi américain – warnte, zielte er weniger auf die technologische Überlegenheit der US-Firmen, vielmehr richtete er sein Augenmerk auf die Eroberung zentraler europäischer Industriestrukturen durch US-Konzerne. Demnach bestand die Gefahr, dass in der Rangfolge der industriellen Weltmächte nach den USA und der Sowjetunion bald nicht mehr die europäischen Staaten, sondern die US-Unternehmen in Europa auf Platz drei stünden. Diskussionen über das Für und Wider amerikanischer Direktinvestitionen in Westeuropa waren nicht neu, gleichwohl hatte deren Bestand seit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) 1958 stark zugenommen. In einigen Schlüsselbereichen des technisch-industriellen Fortschritts nahmen US-Unternehmen schon Mitte der 1960er-Jahre in Europa eine beherrschende Stellung ein.
  • Publikation
    Region
    (2012) Steber, Martina
    Eine Region ist eine Raumeinheit mittlerer Größe, die durch ihre relative Unbestimmtheit und Fluidität gekennzeichnet ist. Sie bedarf einer Referenzgröße, definiert sich mithin in Abgrenzung von bzw. in Beziehung zu kleineren Raumeinheiten, wie Städten, sowie zu größeren Raumeinheiten, wie etwa dem Nationalstaat. Ausgehend von einem soziologischen Verständnis von Raum, das diesen als "relationale (An)ordnung sozialer Güter und Menschen (Lebewesen) an Orten" (Martina Löw) begreift, betont die neue Regionalgeschichte den fortdauernden Prozess der Konstruktion von Regionen und akzentuiert damit ihre historische Dimension.
  • Publikation
    Reorganization of multinational companies in the Western European chemical industry
    (2020) Marx, Christian
    Multinationals experienced a great growth after the European postwar boom. Factors in the 1970s included increasing competition from the United States, the emerging European market, as well as ongoing economic crises and changes in the international economy. The articles analyzes three case studies of Western European chemical companies—Hoechst, Akzo, and Rhône-Poulenc—to show the consequences of structural changes on management and the workforce. This article argues that (1) domestic export-oriented supplement investments lost importance, and the domestic workforce had a harder time meeting qualification requirements; (2) organizational changes incorporated divisional competitive elements into a company’s organization of work; and (3) managers had to learn to respect national path dependencies and specific skills of the local workforce. Furthermore, it illustrates the developments of the workforce in Europe and abroad and stresses the importance of nationality within the management of multinationals.
  • Publikation
    Rooting for a Serbian-Dominated Yugoslavia?
    (2025) Methfessel, Christian
    The recognition of Slovenia and Croatia was a defining moment in the history of the post-Cold War order in Europe. From the outset, this step was a controversial one, and scholars focussing on the role of the United Kingdom often claim that London’s responses to the collapse of Yugoslavia can be explained by a long British tradition of pro-Serbian sentiment, the Foreign Office’s realpolitik approach, or Britain’s neocolonial interests. This article analyses British foreign policy on the basis of recently declassified documents in order to critically discuss such assumptions about the motives of British foreign policy and thus contribute to the international history of the Yugoslav Wars in the early 1990s.
  • Publikation
    Seitenwechsler im Zentralbankwesen – Karrieren im Beziehungsdreieck von Finanzwelt, Wissenschaft und Politik (1948 bis 1970)
    (2023) Marx, Christian
    The article examines the careers of German central bankers and the phenomenon of the revolving door in the first two postwar decades. It focuses on the personnel changes between central banking and politics resp. private banking and asks for the social structure of German central bankers, their training paths and changes in comparison to the Reichsbank era. Finally, the impact of recruitment practices on central bank policy will be outlined. The paper is based on the thesis that party-political orientation became significant for the rise of the presidents of the land central banks (Landeszentralbankpräsidenten) after 1945 and that relations to private banking were primarily evident in training, whereas such aspects were of secondary importance for central bank monetary policy.